Der BNY Mellon Global Credit Fund feiert sein 10‑jähriges Jubiläum. Adam Whiteley, Head of Global Credit bei Insight Investment1, blickt auf den Erfolg des Fonds zurück, beleuchtet zentrale aktive Investmententscheidungen, erläutert die Argumente für Global Credit im aktuellen Marktumfeld und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Positionierung.
Der BNY Mellon Global Credit Fund wurde am 29. Februar 2016 aufgelegt und hat seitdem ein Fondsvolumen von 3,5 Mrd. US‑Dollar aufgebaut. In den vergangenen fünf Jahren erzielte der Fonds eine Information Ratio von 0,78 – ein Wert, der ihn in das 5. Perzentil des globalen, abgesicherten Global‑Credit‑Universums einordnet2.
Adam Whiteley, Lead‑Portfoliomanager, erläutert, was den Fonds auszeichnet …
Worauf führen Sie den Erfolg des BNY Mellon Global Credit Fund zurück?
Wir verfügen über ein stabiles, langjährig eingespieltes Team, das in der Lage war, im Vergleich zu Wettbewerbern eine höhere Ertragskonstanz bei geringerer Volatilität zu erzielen.
Die zentralen Stärken des Fonds im Überblick:
- Kontinuität bei Team, Prozess und Investmentphilosophie.
- Ein konsequent umgesetzter Investmentprozess, der schrittweise Mehrerträge ermöglicht.
- Breite Spezialistenexpertise über das gesamte Fixed‑Income‑Team von Insight hinweg.
- Die firmeneigene „Landminen‑Checkliste“ von Insight ergänzt die qualitative Analyse durch quantitative Signale und liefert frühzeitige Hinweise auf potenzielle Ausfallrisiken.
- Insights „Landminen‑Checkliste“ ergänzt die qualitative Analyse durch quantitative Signale, die frühzeitig auf potenzielle Ausfallrisiken hinweisen.
- Unser „Units‑of‑Risk“-Ansatz ermöglicht eine präzisere und konsistentere Umsetzung von Risikobereitschaft.
- Unsere echte globale Präsenz unterstützt eine fundierte Einzeltitelauswahl.
Beschreiben Sie drei der besten aktiven Investmententscheidungen am globalen Kreditmarkt der vergangenen zehn Jahre.
1. Vorsichtige Positionierung Ende 2019:
Wir hatten Ende 2019 keine Kristallkugel, doch unser Prozess signalisierte, dass bereits sehr viele positive Nachrichten in den Bewertungen eingepreist waren. Unsere Zyklusanalyse deutete auf zu hohe Bewertungen hin, weshalb wir das Risiko reduzierten. Das schützte uns vor den stärksten Rückgängen, als die Bewertungen in den darauffolgenden Monaten fielen.
2. Erhöhte Risikobereitschaft im April 2020:
Wir erkannten die gravierenden menschlichen Auswirkungen der Covid‑19‑Pandemie, sahen jedoch gleichzeitig, dass die Märkte übermäßig pessimistisch waren. Die Kreditbewertungen berücksichtigten noch nicht die umfangreichen Unterstützungsmaßnahmen von Zentralbanken und Regierungen, die bereits absehbar waren.
3. Übergewichtung Europas im Jahr 2022:
Die europäischen Kreditmärkte wurden 2022 stärker belastet als die US‑Märkte. Der rasche Anstieg von Inflation und Zinsen wirkte sich besonders stark aus, da der Krieg in der Ukraine die Energiepreise in Europa nach oben trieb. Wir blickten über diese kurzfristigen Belastungsfaktoren hinaus und entschieden uns für eine Übergewichtung europäischer Credits. Rückblickend erwies sich dies als richtige Entscheidung, da sich die Bewertungen in den folgenden zwei Jahren normalisierten.How are you future proofing the fund over the next few years?
Wie stellen Sie den Fonds für die kommenden Jahre zukunftssicher auf?
Unser Investmentprozess zielt bereits auf kontinuierliche, schrittweise Mehrerträge ab – das bedeutet jedoch keine Selbstzufriedenheit. Im Rahmen unseres Anspruchs an kontinuierliche Weiterentwicklung bauen wir den Einsatz quantitativer Analysen weiter aus. Unser Ansatz bleibt fundamental geprägt, doch wir sind überzeugt, dass Quant‑Methoden und neue Technologien Effizienz und Wettbewerbsvorteile erhöhen können. Beispiele hierfür sind:
- Quantitatives Screening von Zehntausenden Unternehmensanleihen, um relative Bewertungen schnell zu identifizieren.
- Nutzung von Momentum als Marktfaktor.
- Einsatz moderner Handelsprotokolle, die das ETF‑Ökosystem einbinden, um Transaktionskosten zu senken.
Warum sollten Anleger Global Credit als Anlageklasse in Betracht ziehen?
Global Credit ist eine attraktive, qualitativ hochwertige Einkommensquelle – insbesondere auf dem aktuellen Renditeniveau. Der Vorteil eines globalen Ansatzes liegt sowohl in der Diversifikation als auch in einem größeren Investitionsuniversum. Mehr Opportunitäten erhöhen die Chancen auf erfolgreiche Investments.
Warum ist ein aktiver Ansatz gegenüber einem passiven bei Global Credit zu bevorzugen?
Empirisch übertrifft der durchschnittliche aktive Fixed‑Income‑Manager seine Benchmark, während aktive Aktienmanager deutlich seltener erfolgreich sind. Der Grund dafür liegt in den größeren Ineffizienzen bei der Preisbildung von Anleihen, die aktiven Managern mehr Chancen zur Mehrwertgenerierung eröffnen.
Wie hat sich das Umfeld für Global‑Credit‑Investoren in den letzten zehn Jahren verändert?
Zwei wesentliche Entwicklungen stechen hervor:
- Die Renditen waren vor zehn Jahren sehr niedrig – das hat sich inzwischen deutlich verbessert.
- Der Handel an den globalen Kreditmärkten ist heute wesentlich stärker automatisiert. Wo früher telefonisch mit Investmentbanken gehandelt wurde, erfolgt ein Großteil der Transaktionen heute über elektronische Plattformen. Das ermöglicht schnellere Ausführung, besseren Informationsfluss und höhere Liquidität. Die Möglichkeit, zum gewünschten Zeitpunkt, in der gewünschten Größenordnung und zu attraktiven Preisen zu handeln, hat sich somit deutlich verbessert.
Was reizt Sie an Ihrer Tätigkeit bei Insight Investment?
Ich arbeite mit einem hochqualifizierten Team, das sich der Verantwortung unserer Aufgabe bewusst ist und dennoch mit Freude bei der Sache ist. Zudem schätze ich den globalen Zuschnitt meiner Rolle, der mir Zugang zu einer besonders breiten und spannenden Palette an Investmentmöglichkeiten bietet.
Der Wert von Investments kann sinken. Deshalb besteht die Möglichkeit, dass Anleger den investierten Betrag nicht in voller Höhe zurückerhalten.
Anlageziel
Ziel des Fonds ist es, eine Gesamtrendite aus laufenden Erträgen und Kapitalwachstum zu erzielen.
Benchmark
Der Fonds misst seine Wertentwicklung an dem Bloomberg Global Aggregate Credit TR Index USD Hedged (der „Benchmark“).
Der Fonds wird aktiv verwaltet. Das bedeutet, dass der Investmentmanager im Rahmen des im Prospekt dargelegten Anlageziels und der Anlagerichtlinien über einen Ermessensspielraum verfügt und auch außerhalb der Benchmark investieren kann. Da die Benchmark jedoch einen wesentlichen Teil des investierbaren Anlageuniversums abdeckt, wird der überwiegende Teil der Fondsanlagen aus Bestandteilen der Benchmark bestehen, und die Gewichtungen im Portfolio können denen der Benchmark ähnlich sein. Die Anlagestrategie begrenzt den Umfang, in dem die Portfoliozusammensetzung von der Benchmark abweichen darf, und damit auch das Ausmaß, in dem der Fonds die Benchmark übertreffen kann.
Wesentliche mit diesem Fonds verbundene Risiken
- Risiko des China Interbank Bond Market und von Bond Connect:
Der Fonds kann über die Verbindungen zwischen den jeweiligen Finanzmarktinfrastrukturen auf dem chinesischen Festland und in Hongkong in den chinesischen Interbanken-Anleihemarkt investieren. Diese Investitionen können regulatorischen Änderungen, Abwicklungsrisiken sowie Quotenbeschränkungen unterliegen. Operative Einschränkungen, wie etwa eine Aussetzung des Handels, könnten sich nachteilig auf die Fähigkeit des Fonds auswirken, sein Anlageziel zu erreichen. - Geografisches Konzentrationsrisiko: Investiert der Fonds in erheblichem Umfang in einen einzelnen Markt, kann dies einen wesentlichen Einfluss auf den Wert des Fonds haben.
- Anlageziel-/Wertentwicklungsrisiko:
Es kann nicht garantiert werden, dass der Fonds seine Anlageziele erreicht. - Währungsrisiko:
Der Fonds investiert in internationalen Märkten und ist daher Wechselkursschwankungen ausgesetzt, die sich negativ auf den Wert des Fonds auswirken können. - Derivaterisiko:
Derivate reagieren besonders sensibel auf Wertveränderungen des zugrunde liegenden Vermögenswerts. Bereits geringe Veränderungen im Wert des Basiswerts können zu erheblichen Wertschwankungen des Derivats führen. Dies kann sowohl Verluste als auch Gewinne verstärken und zu stärkeren Schwankungen des Werts der Anlage führen. Beim Einsatz von Derivaten kann der Fonds Verluste erleiden, die den ursprünglich in Derivate investierten Betrag deutlich übersteigen. - Zinsänderungs- und Inflationsrisiko:
Anlagen in Anleihen und Geldmarktinstrumente unterliegen Zinsänderungen und Inflationstrends, die sich nachteilig auf den Wert des Fonds auswirken können. - Risiko von Kreditratings und nicht gerateten Wertpapieren:
Anleihen mit niedriger Bonität oder ohne Rating weisen ein erhöhtes Ausfallrisiko auf. Solche Anlagen können den Wert des Fonds negativ beeinflussen. - Kreditrisiko: Der Emittent eines vom Fonds gehaltenen Wertpapiers kann möglicherweise Zinszahlungen oder die Rückzahlung des Kapitals nicht fristgerecht leisten.
- Schwellenmarktrisiko: Schwellenmärkte sind aufgrund weniger entwickelter Marktstrukturen und -praktiken mit zusätzlichen Risiken verbunden.
- Absicherungsrisiko auf Anteilsklassenebene: Bei währungsgesicherten Anteilsklassen wird eine Absicherungsstrategie eingesetzt, um die Auswirkungen von Wechselkursbewegungen zwischen der Währung der Anteilsklasse und der Basiswährung des Fonds zu reduzieren. Aufgrund von Faktoren wie Zinsdifferenzen kann diese Absicherung jedoch nicht vollständig wirksam sein.
- Währungsrisiko auf Anteilsklassenebene: Ist eine Anteilsklasse in einer anderen Währung als der Basiswährung des Fonds denominiert, können Wechselkursänderungen zwischen diesen Währungen den Wert der Anlage beeinflussen.
- CoCo-Risiko: Bedingte Pflichtwandelanleihen (Contingent Convertible Securities, „CoCos“) werden von Fremd- in Eigenkapital umgewandelt, wenn das Kapital des Emittenten unter einen zuvor festgelegten Schwellenwert fällt. Dies kann dazu führen, dass die Anleihe zu einem reduzierten Aktienkurs in Aktien umgewandelt wird, ihr Wert ganz oder teilweise – vorübergehend oder dauerhaft – abgeschrieben wird und/oder Kuponzahlungen ausgesetzt oder aufgeschoben werden.
- Kontrahentenrisiko:
Die Insolvenz von Institutionen, die Dienstleistungen wie die Verwahrung von Vermögenswerten erbringen oder als Kontrahenten bei Derivaten oder anderen vertraglichen Vereinbarungen auftreten, kann den Fonds finanziellen Verlusten aussetzen. - Risiken im Zusammenhang mit dem ESG-Anlageansatz (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung): Der Fonds verfolgt einen ESG-Anlageansatz, bei dem neben finanziellen Kriterien auch Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren in den Anlageprozess einbezogen werden. Dies kann dazu führen, dass sich die Wertentwicklung des Fonds aufgrund von Beschränkungen bei der Anlage in bestimmte Sektoren oder Anlageformen negativ entwickelt. Der angewandte Ansatz spiegelt möglicherweise nicht die Ansichten einzelner Anleger wider. Zudem ist der Fonds bei der Umsetzung des ESG-Anlageansatzes auf Informationen und Daten Dritter angewiesen (einschließlich Anbietern von Research-Berichten, Screenings, Ratings und/oder Analysen, etwa Indexanbietern und Beratern). Diese Informationen oder Daten können unvollständig, ungenau oder uneinheitlich sein.
- Risiko nachrangiger Schuldtitel: Nachrangige Schuldtitel weisen im Vergleich zu nicht nachrangigen Schuldtiteln ein höheres Risiko auf, da sie im Falle eines Zahlungsausfalls des Emittenten bei der Befriedigung von Ansprüchen gegenüber dessen Vermögenswerten nachrangig behandelt werden.
- Weitere Risiken: Eine vollständige Beschreibung der Risikofaktoren ist im Prospekt im Abschnitt „Risikofaktoren“ enthalten.
1Investment Managers are appointed by BNY Mellon Investment Management EMEA Limited (BNYMIM EMEA), BNY Mellon Fund Managers Limited (BNYMFM), BNY Mellon Fund Management (Luxembourg) S.A. (BNY MFML) or affiliated fund operating companies to undertake portfolio management activities in relation to contracts for products and services entered into by clients with BNYMIM EMEA, BNY MFML or the BNY Mellon funds.
2MercerInsight, as of 31 December 2025.
3165050, Exp: 21 September 2026