Wir sind überzeugt, dass eine Streuung über verschiedene Aktienfaktoren in einem Umfeld geopolitischer Unsicherheiten und hoher Marktkonzentration besonders sinnvoll ist. Der Qualitätsfaktor hat sich historisch als stabilisierendes Element in Portfolios bewährt.
Kernaussagen:
- Angesichts der zunehmenden Diskussionen über die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz (KI) auf immer mehr Unternehmen ist ein Fokus auf fundamentale Unternehmensdaten wichtiger denn je.
- Die Vergangenheit zeigt, dass eine Diversifizierung über verschiedene Aktienstile hinweg dazu beitragen kann, eine zu starke Konzentration auf einzelne Sektoren oder Faktoren zu vermeiden.
- Der Qualitätsfaktor hat historisch dazu beigetragen, Portfolios mehr Stabilität und Widerstandsfähigkeit zu verleihen.
Künstliche Intelligenz bleibt ein starkes Investmentthema. Obwohl wir aktuell noch keine Anzeichen einer Blase sehen, dürfte die Entwicklung zunehmend von höherer Volatilität geprägt sein, während die Bewertungen auf erhöhtem Niveau verharren.
Die Überschussgewinnrendite – gemessen als Differenz zwischen der Gewinnrendite des S&P 500 und der Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen – hat sich seit 2012 deutlich verringert. Dies deutet darauf hin, dass die Aktienbewertungen schneller gestiegen sind als die Unternehmensgewinne. Mit einer nominalen Überschussgewinnrendite nahe null bewegt sich das Marktumfeld auf einem Niveau, das zuletzt während der Dotcom-Blase um das Jahr 2000 zu beobachten war.
Was lehrt uns die Geschichte?
Den Zeitpunkt einer voll ausgeprägten Marktblase allein anhand von Bewertungskennzahlen vorherzusagen, ist schwierig. Die Historie zeigt jedoch, dass Marktrotationen mitunter sehr abrupt verlaufen können.
Anstatt zu versuchen, Marktbewegungen exakt zu timen, halten wir es für wichtig, über verschiedene Aktienstile hinweg zu diversifizieren und langfristig in Qualitätsunternehmen investiert zu bleiben.
Ein Blick auf die Entwicklung verschiedener Aktienstile während der Dotcom-Ära verdeutlicht, warum Diversifikation so entscheidend ist. Er zeigt, dass die Führungsrolle von Technologiewerten zwar beeindruckend sein kann, sich aber auch rasch umkehren kann.
Die nachstehende Grafik zeigt, dass der S&P 500 Quality Index von 1996 bis über das Platzen der Dotcom-Blase hinaus sowohl den S&P 500 Value Index als auch die S&P 500 Momentum- und Technologie-Indizes übertroffen hat. Als die Blase platzte, verzeichneten Qualitätsunternehmen geringere Verluste als die anderen betrachteten Marktsegmente.
Fokus auf Fundamentaldaten
Die Lehren aus der Vergangenheit zeigen, wie wichtig es ist, Konzentrations- und Stilrisiken im Portfolio zu begrenzen. Langfristig bleiben Fundamentaldaten entscheidend, und der Qualitätsfaktor hat sich historisch als stabilisierendes Element bewährt.
Auch innerhalb des KI-Sektors ist Diversifikation entscheidend. Neben Technologieunternehmen profitieren beispielsweise Halbleiterhersteller und Energieversorger von diesem Trend. Da die Vorteile von KI zunehmend branchenübergreifend wirken dürften, bleibt eine sorgfältige Aktienauswahl von zentraler Bedeutung.
Kapitalallokation und Diversifikation können weder Gewinne garantieren noch vor Verlusten schützen.
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